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Bernhard Friedrich Albinus *1653 †1721 (eigentlich: Weiss oder Weiß)
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Biografie [TOP]

1653  am 7. Januar wird Bernhard Friedrich Albinus als Sohn des Bürgermeisters Christoph Albinus in Dessau geboren. Sein Urgroßvater, der anhaltinische Geschichtsschreiber Peter Weiß hat den ursprünglichen Familiennamen "Weiß" zu "Albinus" latinisiert.
... Bernhard erhält eine ausgezeichnete Ausbildung durch den Hauslehrer Johannes Major. Er besucht das Gymnasium in Dessau.
1668Albinus folgt seinem Gymnasiallehrer H. Alers nach Bremen, der dort das Rektorat des "Gymnasium illustre" antrat. Zeitweise wohnt er bei seinem Lehrer.
... Bernhard Albinus beginnt ein Medizinstudium in Bremen.
1675Albinus es das Studium in Leiden (Niederlande) fort.
1676Albinus promoviert in Leiden erfolgreich mit dem neurologischen Thema "De catalepsi".
1677Nach dem Tod seiner Mutter führen ihn Studienreisen und die Aufnahme eines Mathematikstudiums an andere Universitäten der Niederlande und Frankreichs.
1680Der junge Wissenschaftler plant eine Niederlassung als Arzt in Dessau, folgt aber einer Berufung zum Professor der Medizin an die Frankfurter Universität Viadrina. Bald darauf wird er zum Leibarzt des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. ernannt. Er hält sich die meiste Zeit an dessen Hof in Berlin auf, behält jedoch seine Professur in Frankfurt.
1685Er beschreibt die 1683 entdeckte Heilquelle (heute "Kurfürstenquelle") in Bad Freienwalde.
1687Albinus wird zum Rektor der Frankfurter Universität Viadrina berufen.
1688Mit dem Tod des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhem I. kann sich Albinus wieder mehr seinen Aufgaben an der Frankfurter Universität Viadrina widmen. So entwickelt er eine neue Methode der Staroperation.
1694Albinus lehnt eine Berufung in das niederländische Groningen ab. Der Kurfürst Friedrich III. erhöht seine Bezahlung um das Bleiben zu versüßen.
1696Bernhard Albinus heiratet Susanna Catharina Rings, älteste Tochter des Juraprofessors an der Frankfurter Universität Viadrina Thomas Siegfried Rings.
1697Kurfürst Friedrich III. ernennt ihn zu seinem Leibarzt.
1702Nach langen Widerstand durch König Friedrich I. (dem im Vorjahr gekrönten ehemaligen Kurfürsten Friedrich III.) verläßt Albinus Frankfurt (Oder) und folgt einer Berufung an die Universität Leiden. Am 19. Oktober hält er hier seine Antrittsrede "De ortu et progressu medicina e".
1721am 7. September stirbt Bernhard Friedrich Albinus in Leiden.

Quellen [TOP]

  1. Dr. Klaus Eichler, Ein großer Arzt und Lehrer, Vor 275 Jahren starb Bernhard Albinus, Medizinprofessor an der Viadrina, in Mitteilungen des Historischen Vereins zu Frankfurt (Oder) e.V., Heft 2 1996, S. 26-28
  2. A. Hirsch, Bernhard Albinus, in Allgemeine deutsche Biographie, I, 1875, S.221-222
  3. G.A. Lindeboom, Dutch Medical Biography, S.9-10
  4. Neue deutsche Biographie Nieuw Nederlandsch Biographisch Woordenboek A.J. van der Aa, "Bernard Albinus" in Biografisch woordenboek de Nederlanden, I, S.156-157
  5. F. Chaussier und N.P.Adelon, Bernard Albinus, in Biographie universelle ancienne et moderne, 1, 1843, S.346.
  6. Allgemeine Deutsche Biografie, Bd.1, S. 221-222
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