| 1714 | Carl Philipp Emanuel Bach wird am 8.2 (oder 14.1) März als zweiter2 (oder dritter1) Sohn von Johann Sebastian Bach und dessen erster Frau Maria Barbara geb. Bach in Weimar geboren. |
| 1717 | Übersiedlung nach Cöthen.1 |
| 1723 | Umzug nach Leipzig. Schüler an der Thomasschule.1 |
| 1731 | Am 1. Oktober wird er als Student der Rechte an der Leipziger Universität immatrikuliert. Als eines seiner ersten Werke entsteht das "Menuet pour le clavessin", Wq 111/H 1.5. 2 |
| 1734 | Fortsetzung des Studiums an der Universität in Frankfurt (Oder). Bach gibt nebenbei Klavierunterricht und komponiert und leitet öffentliche Musiken bei Feierlichkeiten. Die Frankfurter benannten im 20. Jhd. ihre Konzerthalle nach ihm, die auch das weltweit einzige C.Ph.E.Bach-Museum beherbergt.2 |
| 1738 | Berufung als Cembalist in der Kapelle des späteren Königs Friedrich II. nach Ruppin.1 |
| 1740 | Förmliche Anstellung als Kammermusicus und Clavicembalist bei Regierungsantritt Friedrich II.1 |
| 1742 | In Berlin entstehen 6 Klaviersonaten die sog. Preußischen Sonaten, Wq 49/H 24-29, kurz darauf die sog. Württembergischen Sonaten, Wq 49/H 30-34, 36. Bach verkehrt in Musikerkreisen (Quantz, die Brüder Benda und Graun, Agricola, Krause, Marpurg u.a.) sowie in literarischen Zirkeln Berlins um Lessing, Ramler, Sulzer und Gleim.2 |
| 1744 | Carl Philipp Emanuel Bach heiratet Johanna Maria Dannemann, die Tochter eines Weinhändlers. Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. 1 2 |
| 1750 | Am 28. Juli stirbt Johann Sebastian Bach. Philipp Emanuel bewirbt sich vergeblich um die Nachfolge im Thomaskantorat.2 |
| 1753 | Veröffentlichung seines bedeutenden Lehrwerkes "Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen" (2. Teil, Berlin 1762).2 |
| 1758 | In Berlin erscheinen Herrn Professor Gellerts "Geistliche Oden und Lieder mit Melodien" in der Vertonung Carl Philipp Emanuel Bachs.2 |
| 1767 | Nach wiederholten Bitten Entlassung aus dem preußischen Dienst und im November Übersiedlung nach Hamburg.1 |
| 1768 | Im März wird Carl Philipp Emanuel Bach Nachfolger seines verstorbenen Paten Georg Philipp Telemann im Amt des städtischen Musikdirektors an den fünf Hauptkirchen in Hamburg. Wie in Berlin wird Bachs Haus geselliger Mittelpunkt für viele Künstler (Lessing, Klopstock, Gerstenberg, Voß u.a.). In öffentlichen Konzerten führt Bach eigene Werke sowie Kompositionen von Telemann, Händel, Graun, Hasse, Jomelli u.a. auf. Seine Improvisationen auf dem Cembalo und Clavichord werden weithin geschätzt. |
| 1772 | Der englische Musikhistoriker Charles Burney besucht Bach in Hamburg. (Im 1773 veröffentlichten 3. Teil seines "Tagebuches einer Musikalischen Reise" sind eine Schilderung dieser Begegnung und die Selbstbiographie Bachs enthalten.)2 |
| 1775 | Erstdruck des Oratoriums "Die Israeliten in der Wüste", Wq 775/H 238.2 |
| 1779 | Die erste Sammlung der "Sechs Clavier-Sonaten für Kenner und Liebhaber", Wq 55/H 130, 186 usw., erscheint (bis 1787 werden fünf weitere Sammlungen veröffentlicht).2 |
| 1780 | In Leipzig werden die "Orchester-Sinfonien mit 12 obligaten Stimmen", Wq 183/H 663-666, gedruckt.2 |
| 1788 | Am 14. Dezember stirbt Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg. Klopstock und Gleim widmen ihm dichterische Nachrufe. Der größere Teil der nachgelassenen Musikalien wird später von dem Sammler Georg Poelchau erworben.1 2 |