| 1819 | am 1. März wird Heinrich Adolf in Frankfurt (Oder) geboren. Vater ist der Kaufmanne Johann August Andreas Schwager, Mutter dessen Ehefrau Friederike Dorothea Ulrike geb. Jochmuß. Die Eltern wohnen im Hause Marktplatz Nr. 10. Die Taufe vollzieht Pastor Spieker am 11. April.1 |
| 1822 | Beide Eltern sterben. Heinrich Adolf wird vom Bruder seiner Mutter, dem Justizrat Dr. jur. Heinrich Karl Ludwig Bardeleben adoptiert.1 |
| ... | Besuch des Gymnasiums in Frankfurt.1 |
| 1837 | Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, an der Großherzoglichen Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, an der Hessischen Landesuniversität in Gießen und schließlich an der Sorbonne Paris.2 |
| 1841 | Heinrich Adolf legt seinen Doppelnamen Schwager-Bardeleben ab. Er promoviert am 15.12. an der Berliner Universität.2 Seine Dissertationsschrift ist das letzte Dokument, das er mit Doppelnamen unterzeichnet.1 |
| ... | Arbeit am physiologischen Institut in Heidelberg1 als Assistenzarzt.2 |
| ... | Berufung zum ordentlichen Professor der Chirurgie an die Universität Greifswald. Hier begann er sich von der bis dahin die Verfahren angebenden französischen Chirurgieschule zu lösen und baute eine eigenständige deutsche Chirurgie auf, schuf ein deutsches Lehrbuch der Chirurgie und damit die Grundlage für die ausgefeilte chirurgische Methodik von Bergmann, Bier und Sauerbruch, die führend für Europa wurde.1 |
| 1866 | Generalarzt im preußisch-österreichisch-italienischen Krieg.2 |
| 1868 | Besuch bei dem Chirurgen Lister in Edinburgh, um dessen Methodik der antiseptischen Wundbehandlung zu studieren. Nachfolgend absolute Zuwendung zu diesem Prinzip. Er wird als Direktor an die Chirurgische Klinik der Charité Berlin berufen und erhält hier zugleich eine ordentlichen Professur.2 |
| 1869 | Bardeleben wohnt in Berlin, Schiffbauerdamm 18.2 |
| 1870/71 | Generalarzt im deutsch-französischen Krieg.2 |
| 1876/77 | Rektor der Humboldt-Universität Berlin.1 |
| 1882 | Er wird zum Geheimen Obermedizinalrat ernannt.2 |
| 1887 | Kaiser Wilhelm I. befördert Bardeleben am 27.03. zum Generalmajor.2 |
| 1888 | Behandlung des schwerkranken Kaiser Friedrich III.2 |
| 1891 | Aus Anlaß der Bandlung Kaiser Friedrich III. wird Bardelebens chirurgische Tätigkeit im Dezember mit der Verleihung des erblichen Adelsstandes geehrt.1 2 |
| 1892 | Bardeleben wohnt in Berlin, Friedrichstraße 2 A.2 |
| 1895 | am 24. September stirbt Heinrich Adolf von Bardeleben in Berlin - bis zuletzt im Amt.1 Sein Ehrengrab befindet sich in Berlin auf dem Evangelischen Alten St.-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstraße 12-14.2 |