| 1781 | geboren am 11. November in Dresden als Sohn des Alexander Heinrich v. Th. |
| 1791 | Unterricht durch einen von Kant empfohlenen Hauslehrer |
| 1795 | Eintritt in das preußische Heer als Gefreiter-Korporal in das Infanterieregiment seines Vaters (Nr. 46), daß zu der Zeit in Warschau stand. |
| 1797 | Beförderung zum Lieutenant. Seine regen geistigen Interessen führten ihn in eine literarische Gesellschaft. |
| 1804 | Berufung nach Berlin in den Generalstab. |
| 1806 | Teilnahme an der Schlacht bei Jena, dem Rückzug nach Lübeck und der Belagerung von Danzig. v. Th. erwarb sich den Orden pour le merite. |
| 1807 | am 5. Juni Beförderung zum Stabscapitän im Generalstabe, am 6. Dezember zum wirklichen Kapitän. |
| 1811 | dem General von Blücher in Pommern zur Dienstleistung zugeteilt. |
| 1812 | am 12. Februar Beförderung zum Major. Auf Empfehlung Scharnhorsts ab 12. März wichtige und einflußreiche Stellung als vortragender Adjutant beim König und Direktor der Abteilung für persönliche Angelegenheiten im allgemeinen Kriegsdepartement. |
| 1814 | in dem Gefecht von Fère Champenoise am 25. März legt er unter den Augen des Königs Friedrich Wilhelm IV. ein Probe hervorragender persönlicher Tapferkeit und Geistesgegenwart ab. Ernennung zum Oberstlieutenant und Verleihung des eisernen Kreuzes erster Klasse. Im Gefolge des Königs Friedrich Wilhelm IV. Teilnahme am Wiener Kongreß. |
| 1815 | Beförderung zum Obersten im Juni. |
| 1816 | Seine steile Karriere war ihm durchaus nicht angenehm, weil er Mißvergnügen im Heere befürchtete. Sein ausgleichendes Amt brachte im zwangsläufig Feindschaften ein. Ein Duell mit Rittmeister von Gotschitzky gab ihm den äußeren Anlaß von seinem Amt zurückzutreten. Anschließende Festungshaft. |
| 1817 | Auch durch den Einfluß seiner stark religiösen Mutter, einer geborenen von Runkel, Zuwendung zu religiösen Fragen und dem Studium der Bibel. Ab Oktober neues Amt als Inspecteur der Landwehr im Regierungsbezirk Potsdam. |
| 1818 | Ernennung zum Generalmajor am 26. September. |
| 1820 | ab 22. Februar Kommandeur der 6. Landwehrbrigade. |
| 1829 | Generaladjudant des Königs ab dem 3. Oktober. |
| 1830 | 30. März: Kommandeur der 6. Division und 1. interimistischer (vorläufiger) Kommandant von Torgau. 15. September: 1. interimistischer Kommandant von Erfurt. |
| 1832 | am 10. Februar Ernennung zum Generallieutenant (mit Patent vom 1. Januar). Verlegung des Kommandos der 6. Division nach Torgau an 5. April; wieder 1. Kommandeur von Torgau. |
| 1835 | wegen zunehmender Kränklichkeit Entlassung die Reserve am 19. März. Vorsitz in der Kommission für die Reform der Militärgesetze. |
| 1838 | Berufung in den Staatsrat, Präses der Generalordenskommission. |
| 1840 | ab 26. Oktober Kabinettsminister in allgemeinen Landesangelegenheiten mit Sitz und Stimme im Staatsministerium. |
| 1841 | König Friedrich Wilhelm IV. ernennt v. Th. am 9. März zum Geheimen Staats- und Kabinettsminister und Minister des Schatzes. Auch die Verwaltung der Münze unterstand ihm. |
| 1844 | am 23. September wird v. Th. General der Infanterie. |
| 1845 | Verleihung des schwarzen Adlerordens. |
| 1848 | am 9. März riet er dem König Friedrich Wilhelm IV. 25.000-30.000 Mann in Thüringen bereitzuhalten, im die kleinen Fürsten zu unterstützen. Am Tage der Revolution, dem 18. März, war er einer der wenigen, die nicht den Kopf verloren, sondern zu energischen Schritten mahnte. Noch am selben Tage nahm er seine Entlassung, am 31. März wurde er von seinem Amt als Generallieutenant entbunden. v. Th. zog sich nach seiner Verabschiedung nach Frankfurt (Oder) zurück, wo er bei seinem Bruder, dem kommandierenden General a. D. von Thile und dessen Familie, einen harmonischen Lebensabend verbrachte. |
| 1852 | Ludwig Gustav von Thile stirbt am 21. November in Frankfurt (Oder). König Friedrich Wilhelm IV. folgt seinem Sarg bis zum Kirchhof und setzt ihm ein künstlerisches Grabmal mit der Inschrift: "Seinem theuren Freunde und bewährten Rathe König Friedrich Wilhelm IV. in treuer Dankbarkeit." |